Über Cie 209

Cie 209 ist ein schwebender Raum. Ein Zimmer, in dem man sich versteckt - allein oder mit anderen - durchlässig für die Außenwelt. Es ist ein Rahmen für Kunst. Für Film, Theater, Performance, Experimente. Ein fröhlicher Sprung ins Ungewisse.

Cie 209 wurde 2014 von einer Gruppe junger Idealisten gegründet. Damals Theaterstudenten am Conservatoire de Strasbourg, verließen sie regelmäßig ihren klassischen Theaterunterricht in Raum 203, um heimlich eine Theaterserie in Raum 209 zu proben. Phonetisch kann 209 auf zwei Arten gehört werden: als Zahl deux-cent-neuf, aber auch als de sang neuf, auf Deutsch etwa aus frischem Blut. Der Name blieb haften und bedeutete den Wunsch, etwas Neues zu schaffen und die eigene Stimme zu finden. Es ist das Bedürfnis, sich zu äußern.

Mathilde Irrmann behielt den Namen bei und führt weiterhin künstlerische Projekte unter diesem Banner in Berlin durch. Seit 2023 bietet Cie 209 ein Kulturprogramm, um Künstlern, die sie fördern möchte, eine Bühne zu geben. Diese finden im Upcycling statt, einem Werkstattraum in Berlin Neukölln.

„Wir alle bauen Ideologien aus dem auf, was wir haben. Siehst du, wenn ich ein Buch schreibe, muss ich mich davon überzeugen, dass Literatur das Wichtigste ist. Wenn du Journalist bist, musst du dich davon überzeugen, dass das ist, was die Welt verändern wird, dass das entscheidend für die Freiheit, für die Demokratie ist." [Edouard Louis für Mediapart, 2018]

Kunst ist eine Utopie des Unmöglichen. Irrational und bedingungslos. Zwischen Leben und Tod ein roter Faden.

Eine Obsession. Eine Idee, die einen ohne Erklärung verfolgt. Ein Verlangen, das schreit. Jedes Projekt wächst aus dieser Obsession heraus, ohne die nichts existiert.




© Cie 209 - Webseite Tawan Arun

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